Shunt-Versorgung
Kinder und auch Erwachsene mit einem Hydrozephalus, umgangssprachlich „Wasserkopf", benötigen häufig ein sogenanntes Shunt-System zur Ableitung von Hirnwasser.
Dabei wird eine Leitung von der Hirnkammer in den Bauchraum gelegt, sodass überschüssige Flüssigkeit über den Bauchraum abgeleitet werden kann.
Zu den häufigsten Komplikationen gehört eine Verstopfung des Shunt-Systems. Diese kann sowohl den Ventrikelkatheter im Gehirn als auch den Bauchkatheter betreffen. Ursachen sind häufig Fibrin, Gewebeanteile oder Blutgerinnsel.
Die Folge ist eine sogenannte Unterdrainage, bei der der Hirndruck ansteigt.
Auch eine Unterbrechung des Shunt-Systems kann auftreten, insbesondere bei wachsenden Kindern. In bildgebenden Verfahren lassen sich solche Komplikationen in der Regel gut erkennen.
Infektionen des Shunt-Systems treten bei etwa drei bis fünfzehn Prozent der Patienten auf. Auch eine Überdrainage gehört zu den möglichen Komplikationen.
Entscheidend ist in allen Fällen die frühzeitige Erkennung typischer Symptome wie Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder sogenannte Sonnenuntergangsphänomene. Gerade bei Kleinkindern müssen solche Symptome rasch abgeklärt werden, da ansonsten irreversible neurologische Schäden durch erhöhten Hirndruck entstehen können.